Willkommen


Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg wurde am 28. November 1988 vom Land Baden-Württemberg gegründet. Die satzungsgemäße Aufgabe der Stiftung ist, im Rahmen des zusammenwachsenden Europa die Pflege der deutschen Sprache und der deutschen Kultur sowie das Gemeinschaftswesen der Deutschen in Ungarn und seit 1. Januar 1995 der Deutschen in Rumänien sowie in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien zu fördern und zu unterstützen.



Das Land Baden-Württemberg hatte nach dem 2. Weltkrieg die Patenschaft über die Donauschwaben und ihre kulturellen Werte übernommen. Im gegenwärtigen Kontext wird der Förderung der deutschen Sprache in den Zielgebieten (das Gebiet des ehem. Jugoslawien, Rumänien und Ungarn) Priorität eingeräumt. Denn die deutsche Sprache ist Voraussetzung zur Pflege der deutschen Kultur und ein Kommunikationsmedium des grenzüberschreitenden Dialogs, der Begegnung und der Vernetzung. Dass die Donauschwäbische Kulturstiftung der Förderung der deutschen Sprache Priorität einräumt, ist gleichzeitig Zeichen und Versprechen an die Deutschen in dieser Region wie auch an ihre Verbände in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Stiftung legt einen besonderen Wert darauf, die Vereine und die Einrichtungen der Deutschen in den Zielgebieten dazu zu ermuntern, Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen, um somit einerseits das Selbstbewusstsein, die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz der Deutschen vor Ort zu stärken, anderseits der deutschen Sprach- und Kulturpflege in diesen Ländern langfristig ein solides, zukunftsträchtiges Fundament zu sichern. Das Interesse der Mehrheitsbevölkerung für die deutsche Sprache, die Bereitschaft zur Mitpflege der deutschen Kultur betrachten wir als Chance, somit das Einbeziehen und Mitwirken der jeweiligen Staatsnation als unabdingbar.

Die grenzüberschreitende Vernetzung von Kulturorganisationen und Fachinstitutionen in der Region, die Begegnungs- und Austauschmaßnahmen zwischen Jugendlichen, jedoch auch von Fachkräften und Fachinstitutionen betten die deutsche Sprache und die deutsche Kultur in den europäischen Einigungs- und Harmonisierungsprozess ein und leisten einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, gleichzeitig zum Abbau von Vorurteilen, zur Stärkung der Demokratie  und der Rechtsstaatlichkeit in der Region. Dadurch bettet sich die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg auch in die Donau-Initiative des Landes und in die Donauraumstrategie der Europäischen Union ein.

Die Tätigkeit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg konzentriert sich vor allem auf

1. Sprachförderungsmaßnahmen

  • Aus- und Fortbildung von deutschsprachigen Erziehern/innen und Lehrern/innen,
  • Praktika von Lehramtstudenten/innen der Pädagogischen Hochschulen und Universitäten im Land an deutschen Schulen in Rumänien, Ungarn, Kroatien und Serbien,
  • die Zusammenarbeit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg mit den Partnerinstitutionen in den Zielgebieten im Bereich der Deutschlehrerausbildung,
  • Sprachstipendien für Schüler/innen aus den Zielländern an Gymnasien in Baden-Württemberg,
  • „Angewandtes Deutsch in Wirtschaft, Medien und Kulturarbeit“ – Fachsprache Deutsch für Fachleute und Berufsgruppen,
  • grenzüberschreitende Sprachferienlager für Jugendliche,
  • komplementäre Bereiche zur Pflege der deutschen Sprache, wie zum Beispiel:

    • Aus- und Fortbildung von Theater-, Musik-, Kunst- und Medienpädagogen/innen,
    • Theater-, Musik-, Kunst- und Medienpädagogik an Schulen, die Zusammenarbeit der Schulen mit den deutschsprachigen Theatern schwerpunktmäßig im Rahmen von theaterpädagogischen Maßnahmen,
    • Aus- und Fortbildung von deutschsprachigen Theaterpädagogen/innen,
    • deutschsprachiges Laientheater an Schulen,
    • deutschsprachige Rundfunkredaktionen an Schulen („PausenRadio“),
    • deutschsprachige Medien.
2. Förderung der deutschen Kultur

  • kulturelle Veranstaltungen und Projekte,
  • professionelle, deutschsprachige Bühnen in den Zielgebieten, schwerpunktmäßig die Zusammenarbeit mit den Schulen (theaterpädagogische Vorhaben) und mit ihren Partnerbühnen in Baden-Württemberg,
  • Qualifikationsmaßnahmen, Praktika und Hospitationen junger Leute (Multiplikatoren, Netzwerker)
  • Praktika von Studierenden an Kultur- und Bildungsinstitutionen in den Fördergebieten im Fach Kultur-, Medienmanagement und Kommunikation.
3. Förderung der Kulturarbeit der Vereine und Einrichtungen der Deutschen in den Zielgebieten

  • Förderung überörtlicher, wichtiger Kulturveranstaltungen und Projekte der deutschen Vereine und Einrichtungen,
  • Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Kommunikation, Organisation und Kulturmanagement,
  • Förderung des Nachwuchses.
4. Vernetzungs- und Begegnungsmaßnahmen

  • Schüleraustausch, Jugendbegegnungen, grenzüberschreitende Sprachferienlager,
  • Maßnahmen, die grenzüberschreitend Fachleute, junge Menschen und Institutionen der Deutschen in der Region jedoch auch mit Institutionen in Baden-Württemberg zusammenbringen und vernetzen,
  • Begegnungs- und Austauschmaßnahmen zwischen Erziehern/innen und Lehrern/innen aus Baden-Württemberg mit Erziehern/innen und Deutschlehrern/innen in den Zielgebieten.


Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg ist dankbar, in der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg einen kompetenten Partner zur Umsetzung ihrer Förderpolitik gefunden zu haben. Durch die  Bereitschaft, auf Vermittlung der Stiftung Partnerschaften bzw. Kooperationen zusätzlich zur Universität Pécs und zur Pädagogischen Hochschule in Baja (Ungarn) auch mit dem Institut für didaktische Bildung der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg und dem Zentrum für Lehrerfortbildung in deutscher Sprache Mediasch/Hermannstadt (Rumänien), dem Germanistischen Lehrstuhl der Philosophischen Fakultät der Universität in Osijek (Kroatien) und dem Germanistischen Lehrstuhl der Philosophischen Fakultäten in Novi Sad und in Kragujevac (Serbien) einzugehen, deckt die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg sämtliche Fachbereiche, in denen die Donauschwäbische Kulturstiftung in der Förderung der deutschen Sprache in der Region tätig ist.

Im gleichen Zuge bezieht die Donauschwäbische Kulturstiftung speziell im Rahmen dieser grenzüberschreitenden Seminare und Begegnungsmaßnahmen verstärkt auch Lehramtstudenten/innen und Praktikanten/innen aus Deutschland ein. Ziel dieses Vorhabens ist, möglichst viele Lehramtstudenten/innen und Praktikanten/innen aus Deutschland mit diesen Ländern - Ungarn, Kroatien, Serbien und Rumänien - vertraut zu machen, das Interesse für diese Länder und ihre Kultur zu wecken. Davon versprechen wir uns einerseits, dass diese Studenten/Innen bereit sein werden,

  • als Muttersprachler und angehende Deutschlehrer/innen in Praktikum eine Stelle in den dortigen Schulen anzustreben bzw. anzunehmen und dadurch einen Beitrag zur Steigerung des Deutschunterrichtes vor Ort zu leisten,
  • dadurch selbst unmittelbare Erfahrungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache sammeln, anderseits
  • als zukünftige Lehrer/innen in ihren Schulen in Deutschland die Initiative ergreifen, Partnerschaften mit Schulen in diesen Ländern aufzunehmen und zu pflegen.
  • Ferner sichern wir Studierenden in den Fächern Kultur- und Medienmanagement und Kommunikation an Universitäten und Deutschen Kulturzentren eine Praktikantenstelle, um so zusammen mit Studienkollegen/innen vor Ort Ideen und Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Projekte zu erörtern, zu planen und abzuwickeln. Als zukünftige Fachleute und Multiplikatoren in den o.g. Bereichen werden sie einen Beitrag zur institutionellen Vernetzung in und mit der Region leisten können.
Die Aufmerksamkeit der Stiftung fokussiert sich jedoch nicht allein auf die deutsche Sprache, sondern in gleichem Zuge über die deutsche Sprache auch auf die Vermittlung kultureller Werte, erzieherischer und bildungspolitischer Inhalte. Eine Sprache vermittelt implizit auch die Kultur, die sie definiert. Sprache und Bildung, Sprache und Erziehung, vor allem die ästhetische Erziehung, gehören zusammen. Denn nichts lässt sich aber besser und tiefer festigen als das unmittelbar emotional Erlebte. Das Deutschlernen und die Pflege der deutschen Sprache müssen Spaß machen. Nur auf diesem Wege kann unsere wichtigste Zielgruppe, die Jugend, erreicht werden! Die ästhetische Erziehung lässt sich vorzüglich als komplementärer, attraktiver Aspekt des Spracherwerbs, gleichzeitig als Entwicklung sozialer, gemeinschaftsfördernder Fähigkeiten einbauen. Darum sind wir der Meinung, dass sich die Didaktik, die Aus- und Fortbildung der Erzieher/innen und Deutschlehrer/innen dem Spiel und dem Erlebnis im Deutschunterricht, der Einführung emotionaler Hilfsmittel zum Erlernen und zur Pflege der deutschen Sprache im attraktiven „Erlebnis-Rahmen“ kräftiger und konsequenter widmen müssten. Dem wird auch unsere Förderpolitik Rechnung tragen.

Zum Aufbau und zur Stärkung deutscher Vereine, deutscher Kulturinstitutionen, der Vermittlung deutscher Sprache und Kultur, jedoch auch mit Blick auf den Generationswechsel innerhalb der Organisationen der Deutschen in den Zielgebieten wird ein besonderer Akzent auch auf die Aus- und Fortbildung von Multiplikatoren und insb. von Netzwerkern, jedoch auch auf die Persönlichkeitenbildung vor allem im Rahmen von Praktika und Hospitationen gelegt. Dabei wird besonders auf den grenzüberschreitenden Dialog, auf den Begegnungscharakter, auf die Zusammenarbeit und Vernetzung im Sinne europäischer Werte und Ideale geachtet.

Stuttgart, im März 2011


AKTUELL

Sommercamp Seligenstadt
- Filmprojekt -
7. - 15.7.2012

Kinderspielstadt Danubius
15. - 22.7.2012

Internationale Donau-Jugend-Orchester-Freizeit
29.7. - 12.8.2012